komba Ortsverband Kamp-Lintfort

Einkommensrunde 2018: Einigung erzielt

Nach langem Ringen einigten sich die Verhandlungspartner bei den Tarifverhandlungen für 2,3 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen am Mittwoch (18. April) auf eine zukunftsfähige Struktur der Entgelttabellen und ein deutliches Einkommensplus.

POTSDAM / KAMP-LINTFORT, 18.04.2018. Das Gesamtpaket stellten die Gewerkschaften in Potsdam vor. „Der hervorragende Rückhalt der Beschäftigten aus den Warnstreiks hatte einen positiven Effekt auf die Gespräche. Herausgekommen ist ein guter Kompromiss mit einer zukunftsfähigen Entgelttabellenstruktur“, bewertet der Vorsitzende des Komba-Ortsverbandes Kamp-Lintfort Daniel Hähnel, das Ergebnis.

Durch die Neugestaltung der Tabellen profitieren die Beschäftigten in allen Bereichen von einem Lohnplus. Die linearen Erhöhungen erfolgen in drei Schritten (1. März 2018: im Schnitt 3,19 Prozent, 1. April 2019: 3,09 Prozent, 1. März 2020: 1,06 Prozent). Sie fallen für die unterschiedlichen Entgeltgruppen und -stufen verschieden aus. Eine spürbare Mindestanhebung der Tabellenwerte bringt den unteren Einkommensgruppen angemessene Zugewinne. Beschäftigte der Entgeltgruppen 1 bis 6 erhalten eine Einmalzahlung in Höhe von 250 Euro. Die durchschnittliche Einkommenserhöhung beträgt 7,5 Prozent über eine Laufzeit von 30 Monaten.

Für die Auszubildenden und Praktikanten erhöht sich die Vergütung ab 1. März 2018 um einen Festbetrag in Höhe von 50 Euro, ab 1. März 2019 um einen Festbetrag in Höhe von 50 Euro. Der Urlaubsanspruch liegt künftig bei 30 Tagen.

 

„Nur mit angemessener Bezahlung und tatsächlichen Perspektiven schafft es der Staat, die besten Köpfe zu gewinnen und zu halten. Investitionen in die Zukunft des öffentlichen Dienstes waren zwingend nötig “.

Einkommensrunde 2018: Warnstreik in Bonn

Gruppenfoto Warnstreik in Bonn
Gruppenfoto Warnstreik in Bonn

Von den Arbeitgebern gibt es in der laufenden Tarifrunde bislang nur Blockade statt Bewegung. Ihre Empörung darüber trugen 7.000 Beschäftigte am Mittwoch (11. April) auf Bonns Straßen. Darunter auch Mitglieder aus Kamp-Lintfort, Rheinberg und Neukirchen-Vluyn.

KAMP-LINTFORT, 11.04.2018 „Gemeinsam mit Kommunalbeschäftigten aus ganz Nordrhein-Westfalen, haben wir in Bonn ein Zeichen gegen die Blockadehaltung der Arbeitgeber gesetzt“, macht der Ortsverbandvorsitzende Daniel Hähnel deutlich. Dem Streikaufruf waren Ver- und Entsorger, Kita-Beschäftigte, Feuerwehr- und Rettungskräfte, Gesundheits- und Pflegepersonal, Verwaltungsangestellte und Auszubildende der Kommunen gefolgt. Sie alle forderten endlich ein faires Angebot der Arbeitgeberseite.

„Die Kolleginnen und Kollegen des öffentlichen Dienstes sorgen dafür, dass das System nicht zum Erliegen kommt. Jetzt erwarten sie völlig zu Recht, dass sich die Arbeitgeber ihrer Verantwortung gegenüber den Beschäftigten stellen und dies in einem konkreten Angebot zeigen“, sagt Andreas Wellesen als örtlicher Streikleiter. Die dritte Verhandlungsrunde für die Beschäftigten von Bund und Kommunen beginnt am 15. April in Potsdam.

Die Kernforderungen der komba gewerkschaft nrw lauten, angesichts der starken wirtschaftlichen Entwicklung und der hohen Steuereinnahmen, sechs Prozent mehr Lohn, mindestens 200 Euro. Rund 2,6 Millionen Beschäftigte in Bund und Kommunen sind vom Tarifvertrag betroffen, darunter alleine 2,3 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

 

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Streikmaßnahmen sorgen für Einschränkungen im ÖPNV
Streikmaßnahmen sorgen für Einschränkungen im ÖPNV
7.000 Beschäftigte der dbb-Geerkschaften demonstrieren für ein faires Tarifangebot
7.000 Beschäftigte der dbb-Gewerkschaften demonstrieren für ein faires Tarifangebot
6 % - keine überhöhte Forderung!
6 % - keine überhöhte Forderung!

Neue Jugendleitung beim Ortsverband Kamp-Lintfort gewählt

 

Jugendleitung
(C) 2018 komba OV Kamp-Lintfort - v.l.n.r.: Maximilian Delhees / Isabell Tittmann

 

Hiermit möchten wir uns kurz bei euch vorstellen. Wir sind Anfang des Jahres zur neuen komba-Jugendleitung gewählt worden.

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit euch und ein ereignisreiches Jahr 2018.

Einige Unternehmungen wie z.B. ein Ausflug ins SuperFly nach Duisburg, Paddeln auf der Niers oder ein Städtetrip sind schon in Planung. Für weitere Anregungen stehen wir euch gerne zur Verfügung.

Eure komba-jugendleitung

 

Isabell Tittmann & Maximilian Delhees

Azubi der Stadtverwaltung schnuppert Landtagsluft

Bürgermeister, Azubi, Landtagsabgeordneter und Vertreter der Stadt
(C) Stadt Kamp-Lintfort - v.l.n.r.: Julia Sallach | Frank Aldenkott | Dr. Christoph Landscheidt | Hendrik Weissenfels | René Schneider| Frederike Wosigen

 

Im November diesen Jahres konnten wir, Personalrat der Stadt Kamp-Lintfort, unserem ersten Auszubildenden Hendrik Weißenfels ein Praktikum im Landtag ermöglichen.
Ein Angebot von dem Landtagsabgeordneten René Schneider, dass wir zum Glück realisieren konnten.

Zu Beginn mussten einige Fragen geklärt werden:
        - Wie lange soll das Praktikum gehen?
        - Welche Auszubildenden sollen an dem Praktikum teilnehmen?
        - Wann soll das Praktikum stattfinden?
        - Wie sind die Rahmenbedingungen?

In Zusammenarbeit mit René Schneider und seinem wissenschaftlichen Mitarbeiter Jan Bergmann konnten wir diese Fragen schnell beantworten.
Um einen Sitzungslauf inklusive Plenarberatungen komplett zu durchlaufen ist ein vierwöchiges Praktikum notwendig. Ein vierwöchiges Praktikum ist nur bei einer Ausbildung im Blockmodell realisierbar und so stand sehr schnell fest, dass wir das Praktikum für unsere StadtinspektoranwärterInnen anbieten werden.
Das dritte Ausbildungsjahr erwies sich dabei am geeignetsten und somit konnten wir schon im November 2017 unserem ersten Auszubildenden das Praktikum im Landtag ermöglichen.

Für vier Wochen begleitete Hendrik Weißenfels als Praktikant den Landtagsabgeordneten René Schneider bei seiner Arbeit. „Einen solchen Einblick in die Politik zu erlangen, ist eine großartige Möglichkeit, die man als Auszubildender auf jeden Fall nutzen sollte. Die gesammelten Erfahrungen bedeuten einen großen Mehrwert, den man beim herkömmlichen Verlauf der Ausbildung nicht erlangt hätte“, beschreibt der 20-Jährige seine Erfahrungen. Zu seinen abwechslungsreichen Aufgaben gehörte die Recherche von Änderungen in Gesetzestexten, die Zusammenstellung von Informationen für Termine des Landtagsabgeordneten, die Erstellung von Pressentwürfen, der Besuch von Ausschüssen, Plenarsitzungen und Arbeitskreisen und vieles mehr. Aber generell ging es bei diesem Praktikum vor allem darum das politische Geschehen zu beobachten und einen Rundum-Einblick zu gewinnen. Auch René Schneider gefiel dieser Austausch sehr gut: „Das war ein Gewinn für uns beide. Der Perspektivwechsel tut gut, weil er Verständnis für den jeweils anderen weckt.“

Als Personalrat der Stadt Kamp-Lintfort führen wir bereits seit Jahren die eigenen Auszubildenden an die politische Arbeit heran. Der Besuch von Ausschuss- und Ratssitzungen erfolgt einmal jährlich mit vorheriger Aufklärung der politischen Arbeit in einer Gemeindeverwaltung. Das Praktikum im Landtag ist dabei für uns ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. „Ein Praktikum bei einem aktiven Politiker soll künftig ein fester Bestandteil im dritten Ausbildungsjahr für StadtinspektoranwärterInnen sein“, so Frank Aldenkott, Personalratsvorsitzender der Stadtverwaltung Kamp-Lintfort.

Erich Chojinski geehrt

Erich Chojinski (l) wird für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt
Erich Chojinski (l) | Daniel Hähnel (r) (C) 2018 by komba OV Kamp-Lintfort

Kamp-Lintfort, 20.02.2018:

Der Vorsitzende Daniel Hähnel gratuliert Erich Chojinski für 40 jährige komba-Mitgliedschaft und dankt ihm für seine langjährige Treue zum Ortsverband und seine Vorstandsarbeit. Im Beisein des (nahezu) gesamten Vorstandes wurde das langjährige Mitglied anlässlich dieses Jubiläums heute geehrt. Zu den 40 Jahren Mitgliedschaft gehören viele Jahre der aktiven Vorstandsarbeit sowie das eine oder andere gemeinsame Erlebnis bei Aktivitäten wie zum Beispiel Segelturns oder das eine oder andere Sommerfest, auf das Erich Chojinski mit Freude zurückblicken kann. Der Pensionär ist dabei nicht nur dem Ortsverband, sondern als Beisitzer der Pensionäre auch dem Ortsverbandsvorstand weiterhin treu.